chronikalische Streiflichter

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Aus dem Buch "600 JAHRE ROTHENACKER 1402 BIS 2002 - EIN HEIMATBUCH", im Jahr 2002 herausgegeben von Rainer Petzold und Frank Reinhold im Auftrag des Ortschaftsrats Rothenacker.

Artikel von Rainer Petzold und Frank Reinhold:

1402
Ersterwähnung ("zum Rotenacker") im Zusammenhang mit Auseinandersetzungen zwischen den Vögten von Weida und den Nürnberger Burggrafen.
1439
In einem Lehnbrief (für Else Sommer) tritt die Schreibweise "Radenacker" auf.
1503
Heinrich der Ältere von Gera verkauft Zins und Gerechtigkeit, Ober- und Niedergerichte im Ort an Bischof Hiob von Dobeneck zu Riesenburg und dessen Brüder.
1512
Streitigkeiten zwische Dietrich von Beulwitz und den Herren von Dobeneck wegen der Obergerichte.
1534
Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen leiht den Brüdern Caspar, Balthasar und Alexander Rabensteiner ein Lehngut in Rothenacker, das bereits ihr Vater besessen hatte.
1539
Sigmund und Hans Heinrich von Feilitzsch erhalten dieses Gut zu Lehen.
1606
Geburt des "Gelehrten Bauern" Nicolaus Schmidt-Künzel.
1639
Nicolaus Schmidt-Künzel heiratet die aus dem Ort gebürtige Elisabeth Schmidt.
1643
Soldateska legt Feuer im Ort.
1671
Der "Gelehrte Bauer" stirbt.
1797/98
Die Gemeinde Rothenacker verweigert sich unter Führung des Einwohners Nicol Vödisch der Kriegssteuer und dem Befehl, 2 Mann zu Landmiliz zu stellen; der Hirschberger Amtmann bezichtigt die Rothenackerer der "Widerspenstigkeit, Affronterie (Unverschämtheit) und aufrührerischen Gesinnung", worauf ein Exikutionskommando ins Dorf kommt und diese Forderung durchsetzt.
1843
Erbauung des ersten Schulhauses; Lehrer Raabe nimmt seine Tätigkeit auf. 
1850
von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis 1926 wandern nachweislich 22 Rothenackerer, teils mit ihren Familien, nach Nordamerika aus.
1870
33 Höfe, 28 Bauern, 17 Häusler mit etwas Feldbau, 24 Dienstboten; der Tierbestand: 13 Pferde, 297 Rinder, 70 Schafe, 97 Schweine, 44 Ziegen und 277 Gänse.
1894
Beginn des Marmorabbaus; Erweiterung des Schulgebäudes.
1902
Der "Erbkretschmar" wird von Haus Nr. 2 agespalten und an den Gastwirt Gustav Schmidt aus Mißlareut verkauft.
1904
Karl Enders erwirbt das Restaurant "Zur Wisenta".
1910
Neubau des Schulgebäudes auf dem Platz eines 1906 abgebrannten Hauses (Gellert).
1931
Für den Ort, in dem 225 Einwohner leben, ist die Postanstalt Reuth zuständig.
1936
Gründung der FFW.
1937
Erich Morgner, Wirt des "Erbkretschmars", kauft auch die Konzesion des Restaurants "Zur Wisenta".
nach 1945
Einrichtung eines Erntekindergartens (vorher schon gelegentliche Kinderbetreuung). 
1950/51
Bau eines Feuerwehr-Gerätehauses.
1952
Erster Dauerkindergarten in Rothenacker.
1957
Der Marmorabbau wird aufgrund eines Gutachtens entgültig eingestellt.
1958
Gründung der LPG Typ 1. 
1961
Zwangsaussiedlung der Familie Artur Fickelscher.
1962/63
Errichtung eines Druschplatzes.
1965
Bau der Düngerhalle.
1966
Die LPG besitzt 123 Rinder und 63 Schweine.
1966/67
Fertigstellung des 140er Jungviehstalls. 
1971
Bau eines 600m² Silos und der LPG-Werkstatt; Ende des Schulbetriebs im Ort.
1972
Bildung der "KAP Oberland" (Kooperative Abteilung Pflanzenproduktion).
1972-77
Errichtung des 400er Milchviehstalls; um 1975 hat die LPG 298 Rinder und 153 Schweine
1974
Zusammenschluss der LPG Rothenacker mit der LPG "Erntekrone" Willersdorf und "Goldbachtal" Spielmes; die KAPs "Oberland" und "Mitte" vereinigen sich schließlich zur KAP "Mitte". 
1975
Einzug des Kindergartens ins Schulgebäude.
1977
Bau des neuen Gerätehauses der FFW; Zusammenschluss der LPG mit jener von Unterkoskau.
1978
Die KAP "Mitte" schließt sich der LPG(P) Tanna an. 
1982
Abschluss des Baus der gesamten Milchviehanlage. 
1984
Feierliche Einweihung des Museums im Haus des "Gelehrten Bauern". 
1990
Zusammenschluss der LPG "Nicolaus Schmidt" Rothenacker mit dem Bereich 2 der LPG(P) Tanna. 
1991
Umwandlung der LPG in die Güterverwaltung "Nicolaus Schmidt" AG Rothenacker. 
1992
Gründung des Kulturvereins "Wisentaquelle". 
1993
Schließung der Gaststätte "Erbkretschmar". 
1994
Der neue "Erbkretschmar" wird eröffnet. 
2000
Der Kindergarten wird geschlossen. 
2002
Rothenacker feiert 600 Jahre Ersterwähnung (Festwoche vom 23. bis 26. Mai).